Festivals und Film-Preise

Berlinale 2007

57. Internationale Filmfestspiele Berlin


Oscar

Oscar

Oscar 2017
Oscar Archiv
Golden Globe

Golden Globe

Golden Globe 2018
Golden Globe Archiv
Berlinale

Berlinale

Berlinale 2007
Berlinale Archiv

Berlinale-Archiv


Berlinale 2007

57. Internationale Filmfestspiele Berlin


Die 57. Internationalen Filmfestspiele Berlin begannen am 8. Februar 2007.
Am Abend des 17. Februar 2007 werden die Preisträger bekanntgegeben.

Wir stellen hier die wichtigsten Teilnehmer kurz vor.



La vie en Rose

Silberner Bär für Nina Hoss als "Yella"

Auch in diesem Jahr ist die internationale Jury wieder prominent besetzt. Vorsitzender ist US-Regisseur Paul Schrader, der selbst bereits zweimal für den Goldenen Bären nominiert war, ebenso für zwei Golden Globes. Weitere Juroren sind mit Mario Adorf einer der verdientesten Schauspieler Deutschlands, der zweifach oscarnominierte Willem Dafoe und der bereits ebenfalls reichlich mit internationalen Auszeichnungen gewürdigte Gael García Bernal.

Eröffnet wird der Wettbewerb der Berlinale mit einem biografischen Drama über einen der größten Stars Europas: La vie en Rose (La Môme) erzählt eine ergreifende Geschichte über das zu kurze, aber wechselvolle Leben von Edith Piaf. Gérard Depardieu spielt darin ihren Freund und Entdecker Louis Leplée. Das Publikum war begeistert und spendete nach der Weltpremiere stehenden Beifall; deutschlandweit konnten sich die Zuschauer auf den Filmstart am 22. Februar freuen.



Die Fälscher




Tagebuch eines Skandals




Berlin Alexanderplatz



Die Liebe zum Film geht durch den Magen

19 von 26 Filmen im Wettbewerb feiern in Berlin Welturaufführung, darunter auch die deutschen Beiträge "Die Fälscher" mit August Diehl und Marie Bäumer sowie Yella, in dem Nina Hoss als Titelheldin eine Nahtoderfahrung machen muss. Für die Leistung, die sie in dieser Rolle zeigt, erhält sie den Silbernen Bären. Auch der Politthriller Bordertown ist in Berlin erstmals zu sehen, in dem Jennifer Lopez und Antonio Banderas zwei mutige Reporter spielen, die einen Skandal in Mexiko aufdecken. Das Engagement für die Menschenrechte wird mit der Auszeichnung "Artists For Amnesty" von Amnesty International geehrt.

Ein weiterer Wettbewerber ist das Mystery-Drama The Good German mit George Clooney und Cate Blanchett in den Hauptrollen. Den Goldenen Bären bekommt, für viele sicher überraschend, der chinesische Beitrag "Tuyas Ehe" (Tuya de hun shi) von Wang Quan'an. Nach einer unfallbedingten Behinderung drängt in dieser Tragikomödie ein Familienvater seine Ehefrau, einen anderen Mann zu suchen, damit dieser die Familie ernähren könne.

Das Drama "Der Andere" (El Otro) von Ariel Rotter kann gleich zwei Auszeichnungen verzeichnen: Der Film erhält den Großen Preis der Jury sowie Julio Chávez den Silbernen Bären als Bester Schauspieler. Gleich das ganze Ensemble von Der gute Hirte (The Good Shepherd) wird mit den Silbernen Bären für ihre herausragende künstlerische Leistung ausgezeichnet. In dem Thriller-Drama von Robert De Niro spielt Matt Damon einen fiktiven CIA-Gründer, der an eine wahre Person angelehnt ist. Auch die Deutsche Martina Gedeck darf sich diesen Preis ans Revers heften.



Außer Konkurrenz laufen neben dem Drama "The Walker" und dem Historienfilm 300 zwei Filme, die auch Anwärter auf mehrere Oscars sind: In Tagebuch eines Skandals (Notes On A Scandal) spielt Cate Blanchett eine Lehrerin, die sich in eine Affäre mit einem Schüler verstrickt und dadurch arge Probleme mit ihrer von Judi Dench gespielten Kollegin bekommt.

Einzigartig ist Clint Eastwoods Kriegsdrama Letters From Iwo Jima: Es zeigt eine propagandistisch entscheidende Schlacht um die Insel im Zweiten Weltkrieg aus der Sicht der Japaner. Parallel drehte der Regisseur mit dem ebenfalls oscarnominierten Flags of Our Fathers das Gegenstück aus amerikanischer Perspektive.



Außerhalb des Wettbewerbs finden in Berlin wieder zahlreiche Veranstaltungen und Specials statt. So wird zum 25. Todesjahr des deutschen Ausnahmeregisseurs Rainer Werner Fassbinder Berlin Alexanderplatz: Remastered in einer resaurierten, 15-stündigen Fassung gezeigt. In der Sektion "Perspektive Deutsches Kino" werden die Werke junger Filmemacher vorgestellt, in diesem Jahr fast alles Studenten oder Absolventen deutscher Filmhochschulen.

Im Programm "Kulinarisches Kino – Eat, Drink, See Movies" werden Filme mit lukullischem Thema gezeigt, gekocht und Unterhaltungen geführt, moderiert von Alfred Biolek. Auf der Karte stehen unter anderem Big Night - Nacht der Genüsse mit "Monk" Tony Shalhoub und die Golden-Globe-prämierte Komödie Sideways. Abschlussfilm der Berlinale ist François Ozons Liebesdrama "Angel" mit Charlotte Rampling.

(c) G.F.M. e.V. - Berlinale - 57. Internationale Filmfestspiele Berlin
12. Dezember 2017
.. ...